Ensaimadas Schmalzschnecken mit Qualitätssiegel
Woran erkennt man am Flughafen in Deutschland die Ankunft eines Touristenbombers aus Mallorca? Klar, an den achteckigen Pappschachteln, die die braungebrannten Urlauber unter dem Arm mit sich herumschleppen. Darin reisetauglich verpackt: Das Natíonalgebäck Mallorcas - die Ensaimada.
Foto: PANORAMO.de - Fotolia.com
Die Ensaimada hat auf der Insel eine lange Tradition. In historischen Quellen wird sie erstmals im 17. Jahrundert erwähnt. Anfangs wurde sie wohl nur zu Feiertagen und besonderen Anlässen gegessen. Angesichts des hohen Fettgehaltes ist das auch ratsam: In einer Ensaimada mit einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern werden bis zu 250 Gramm Schweineschmalz verarbeitet. Da kommt einiges an Kalorien zusammen.
Wiederstehen kann man ihr trotzdem kaum. Die typische mallorquinische Ensaimada wird in Handarbeit gefertigt. Es gibt sie ungefüllt oder gefüllt mit "Cabell de Angel", einer Marmelade die aus dem Fruchtfleisch von Spaghettikürbissen hergestellt wird. Den langen Fasern verdankt das "Engelshaar" seinen Namen. Mittlerweile gibt es noch einige andere Füllungsvarianten, zum Beispiel herzhaft mit Sobrassada oder sogar mit Fisch.
Noch ein Tipp: Wenn Sie das nächste Mal eine Ensaimada aus Mallorca mitbringen wollen, besorgen Sie am Abflugtag eine beim Bäcker an Ihren Urlaubsort, denn sie ist nur ganz frisch richtig gut. Sie sollte auch unbedingt noch am selben Tag gegessen werden, da sie sonst immer stärker nach Schweineschmalz schmeckt.
Eigentlich kann man die Ensaimada sowieso nur auf Mallorca richtig genießen: Egal was man anstellt und nach welchem Rezept man sie nachbackt, in einem der unzähligen Cafés der Insel schmeckt sie einfach am besten. Wenn Sie doch einmal in Deutschland der Heißhunger packt, haben wir hier ein Rezept für Sie:
Ensaimadas
500 g Mehl Typ 405 (backstark)
80 g Zucker
1 Päckchen frische Hefe oder Trockenhefe
etwa 200 ml Milch
½ Tl. Salz
2-3 Eßlöffel Olivenöl
200 g Schweineschmalz
Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit Salz und Zucker mischen. Wenn Sie Trockenhefe verwenden können Sie die Hefe einfach mit untermischen. Frische Hefe wird zerbröckelt und mit 1 Teelöffel Zucker, 1 Teelöffel Mehl und etwas lauwarmer Milch glattgerührt. Den Vorteig in eine Mulde in der Mehlmischung geben und 15 Minuten gehen lassen, bis er sich etwa verdoppelt hat.
Dann gibt man die Eier, das Öl und die restliche Milch dazu und verrührt das Ganze mit einem Knethaken zu einem glatten Teig. Decken Sie die Schüssel ab und stellen Sie sie für etwa eine Stunde an einen warmen Ort.
Nehmen Sie den Teig aus der Schüssel und kneten Sie ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durch. Dann formen Sie zwei gleich große Kugeln und lassen Sie diese nochmals ruhen. Man kann aus dem Tag bis zu 10 kleine Ensaimadas backen, aber größere gelingen leichter.
Die Kugeln auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und mit weichem Schweineschmalz bestreichen. Den Teig von der breitesten Seite zusammenrollen.
Das Backblech mit Backpapier belegen und die Rollen zu Schnecken formen. Dabei die Schnecken nicht zu eng wickeln, denn sie gehen noch auf.
Der Teig sollte zugedeckt über Nacht ruhen. De original Ensaimada de Mallorca ruht je nach Bäckerei sogar bis zu 24 Stunden.
Den Backofen auf 200 Grad (Ober/Unterhitze) oder 180 Grad (Umluft) vorheizen und die Schnecken etwa 20 Minuten backen. Testen Sie danach mit einem Zahnstocher ob die Ensaimadas durchgebacken sind. Stechen Sie dazu in die Mitte, wenn kein Teig hängenbleibt sind sie fertig. Sieben Sie nun noch etwas Puderzucker darüber und genießen Sie Ihre selbstgemachten Ensaimadas am besten noch warm.
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